EEG

Als Hans Berger im thüringischen Jena im Juli 1924 das Elektroenzephalogramm (EEG) des Menschen erstmals ableitete, sollte es noch 10 Jahre dauern bis seine Entdeckung "Über das Elektrenkephalogramm des Menschen" (Arch f Psychiatr 87: 527-570, 1929) vom englischen Neurophysiologen Edgar D. Adrian nachvollzogen werden konnte. Seit über 60 Jahren messen konventionelle EEG-Systeme die elektrische Aktivität der Großhirnrinde in einem Frequenzbereich zwischen 0,3 – 70 Hz.

Unsere full-band EEG-Systeme NEURO PRAX® ermöglichen erstmals die gleichzeitige Erfassung von sehr langsamen (infraslow 0- 0,3 Hz) und sehr schnellen Komponenten des EEG (ultrafast 80 – 1.200 Hz). Physiologische und pathophysiologische EEG-Aktivität ist in diesem Frequenzbereich sowohl im spontanen als auch im gemittelten EEG nachweisbar. Durch die von uns entwickelte und patentierte Verstärkertechnologie sind simultane und synchrone Aufzeichnungen von EEG, EMG und EKG sowie polygrafischen Signalen zuverlässig und mit hoher Genauigkeit machbar.

Full-band EEG-Systeme können in der Diagnose beim intrakraniellen Monitoring, während funktioneller Kernspinmessungen und der transkraniellen Magnetstimulation sowie bei der Therapie der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS), der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) und dem Neurofeedback langsamer kortikaler Potentiale (SCP-Feedback) eingesetzt werden.

Das EEG des 21. Jahrhunderts, wie es Ernst Niedermeyer in seinem Buch "Electroencephalography" (2005) beschreibt, ist ein full-band EEG und es kommt von dort, wo es entdeckt wurde - aus Thüringen.